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Westweg, von Pforzheim nach HausachFernwanderweg

Der Westweg führt von Pforzheim nach Basel. Auf diesem Teilstück von Pforzheim bis Hausach durchqueren Sie die einzigartige Landschaft des Nordschwarzwaldes.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Beschreibung

Hoch aufragende Berge und tief stürzende Wasser. Nirgendwo sonst im Deutschen Mittelgebirge geht es so weit hinauf wie im Schwarzwald. Die hier beschriebene Route führt Sie einmal durch die einzigartige Natur des Nordschwarzwaldes. Folgen Sie dabei immer der Wegmarkierung der roten Rauten.
1.    Etappe: Pforzheim – Dobel

Ausgangspunkt der ersten Tagestour ist die "Goldstadt" Pforzheim, das Zentrum der Deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie. Hier, wo Enz, Nagold und Würm zusammenfließen, beginnen die drei Fernwege Ost-, Mittel- und Westweg. Während sich der Ostweg bereits am Ausgangspunkt ins Würmtal verabschiedet, folgen wir auf dem hier beschriebenen Westweg der Nagold. In Dillweißenstein angekommen, weisen die roten Rauten nach rechts über den Hämmerlesberg nach Sonnenberg.

An der Enzbrücke nach Birkenfeld haben wir die Wahl, über die neue Streckenführung durchs Tal direkt nach Neuenbürg abzubiegen, oder die anstrengendere Höhenvariante über Birkenfeld anzunehmen. Über der Enz stehen die Ruinen des Alten Schlosses und das Neue Schloss oberhalb der Stadt. Unten in der Altstadt geht es über die Enz einen steilen Weg bergauf, bis auf die Kante des Prallhangs und durch ruhige Wohnviertel, dann endgültig hinein in die weiten Tannenwälder des Nordschwarzwalds. Vorbei an den Volzemer Steinen, geschützt vom dichten Dach der Bäume, erreichen wir nach 24 km das Ziel der ersten Tagesetappe: Dobel.

Tipp:

Wer schon mal in der Schmuckstadt Pforzheim ist, kann sich eine der beiden Schmuckausstellungen ansehen. Gleiches gilt natürlich auch für das Museum im Neuen Schloss in Neuenbürg. Wilhelm Hauffs Schwarzwaldsaga "Das kalte Herz" ist eine ideale Einstimmung auf die kommenden Wandertage.

2.    Etappe: Dobel – Forbach

Auf der zweiten Westweg-Etappe von Dobel nach Forbach kommt jenes Schwarzwald-Gefühl auf, das den Westweg zu einem so besonderen Wanderweg macht. Rauschende Nadelwälder, großartige Aussichten, tiefe Stille und Zufriedenheit beim Wandern. Verstärken lässt sich das Gefühl bei einer Variante über Bad Herrenalb und die Teufelsmühle, die unter "Extratour" weiter unten beschrieben ist.

Schon am Ortsrand von Dobel taucht der Westweg wieder in die tiefen Nadelwälder ein. Sanft ansteigend geht es dem Stierkopf entgegen, der mit überraschend steilen Flanken ins Tal der Alb abfällt. Oberhalb der Steilflanke verläuft der Westweg immer knapp unterhalb der Kammlinie erst zum Weithäuslesplatz, unter dem Schweizerkopf hindurch bis hin zur Langmartskopfhütte. Auf Abschnitten des Weges zwischen der Langmartskopfhütte und der Kreuzlehütte bieten sich, dank des Wintersturms Lothar, prächtige Aussichten ins Murgtal.

Bei der Kreuzlehütte angekommen, überqueren wir die Alte Weinstraße und gelangen so nach Kaltenbronn. Von dort geht es, dem über Granitbrocken springenden Kaltenbach folgend, zum Hohloh. Vom höchsten Punkt des weitläufigen Plateaus zwischen Murg und Enz (988 m) ist es nur noch ein kleiner Schritt auf die Kanzel des Latschigfelsens, von welcher aus der Höhenunterschied hinab nach Forbach bestens zu erkennen ist. Der Abstieg zur historischen Holzbrücke in Forbach zählt zu einem der Höhepunkte des gesamten Westweges. Wie ein Wildbach hat sich die Murg einen stellenweise fast 800 m tiefen Canyon in den nördlichen Schwarzwald gegraben und sorgt an dieser Stelle für einen langen, steilen Abstieg zum Ziel der zweiten Tagesetappe, der mächtig in die Knie geht.

Extratour:

Wer die erste Etappe nach Bad Herrenalb verlängert, kann diesen Abschnitt auf zwei Tage mit außergewöhnlichen Landschaftsrücken aufteilen. Die skurrilen Falkensteine, der hoch aufragende Bernstein mit prächtiger Fernsicht ins Rheintal und die abenteuerlich alpinen Pfade am Teufelsloch sind die Naturhöhepunkte.

3.    Etappe: Forbach – Unterstmatt

Der Schwarzwald-Hauptkamm ruft! Über Badener Höhe und Hochkopf taucht der Westweg auf seiner dritten Etappe endgültig in die hohen Regionen des Nordschwarzwalds ein. Das Klima wird spürbar rauer, die Berge steiler und die Wege knorriger - entlang der Schwarzwaldhochstraße kommt der Westweg in Topform.

Von der über die Murg führenden historischen Holzbrücke verläuft der Westweg kerzengerade durch die Forbacher Altstadt zur Bundesstraße, überquert diese und steigt durch eines der romantisch-stillen Heuhüttentäler aufwärts. Kaum haben wir das Städtchen hinter uns gelassen, werden unsere Beine den ersten 450 m Anstieg zu überwinden haben. Doch schon bald können wir unseren müden Waden bei einem eiskalten Fußbad an der Schwarzenbach-Talsperre eine Entspannung gönnen. Wenn die Füße wieder fit sind, steht der Anstieg am Herrenwieser See an. 350 weitere Höhenmeter machen den langen Aufstieg aus dem Murgtal bis auf die ersten "Tausender" des Nordschwarzwalds perfekt. Vorbei geht es an Badener Höhe und "Kurhaus Sand", bevor uns der Westweg über einen letzten Anstieg auf den Hochkopf führt und uns zum Abschluss des Tages durch Hochmoore zum ehemaligen Kurhaus Unterstmatt geleitet.

Abstecher:

Die Gertelbachfälle gehören zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands und können auf einem Abstecher von Sand über den turmartig über dem Bühlertal stehenden Wiedenfelsen erreicht werden. Um die rund 250 Höhenmeter Auf- und Abstieg bis zum Fuß der Wasserfälle sollte man sich nicht drücken, denn sie wirken erst so richtig von unten betrachtet. Von den Fällen führt ein markierter Weg direkt zum Hundseck.

4.    Etappe: Unterstmatt – Alexanderschanze

Die Westweg-Etappe über den Grindenschwarzwald ist lang und anstrengend. Fast der gesamte Hauptkamm des Nordschwarzwalds wird in munterem Auf und Ab in einem Zug überwandert. Wem das zu weit ist, der kann die Etappe auf zwei Tage aufteilen. Dies ist aber "westwegfern" und mit erheblichem Auf- und Abstieg verbunden, wenngleich landschaftlich und kulturell großartig.
Von Unterstmatt führt ein schmaler Pfad zum Gasthof Ochsenstall. Von dort aus führt ein kurzer, steiler Steig zum großen Hochplateau des höchsten Bergs im Nordschwarzwald, der Hornisgrinde, hinauf. Auf dem Hauptgipfel wird der erste Eindruck von drei riesigen Windrädern geprägt. Am höchsten Punkt des Plateaus bietet eine Aussichtskanzel schöne Fernsicht. Ein Bohlenpfad durchquert das botanisch einmalige Hochmoor in Richtung Dreifürstenstein und Hornisgrindeturm am südlichen Moorende, oberhalb des Mummelsees.

Am Mummelsee erreicht der Westweg wieder die Schwarzwaldhochstraße und bleibt mal mehr, mal weniger in ihrer Nähe. Vorbei an der gemütlichen Darmstädter Hütte, die zu einer ausgiebigen Rast einlädt, und dem 1055 m hohen Schliffkopf, bietet sich die Möglichkeit auf einem kleinen Rundweg mitzuerleben, was Wintersturm Lothar an Weihnachten 1999 angerichtet hat. Die Röschenschanze an der Zuflucht und die rund 100 Jahre ältere Alexanderschanze zeugen von stürmischen Zeiten ganz anderer Art im Nordschwarzwald.

Extratour:

Diese lange und anstrengende Etappe lässt sich äußerst attraktiv auf zwei Tage aufteilen. Dazu steigt man vom Mummelsee über den Hochfelsen nach Seebach/Ottenhöfen ab, um anderentags mit Nervenkitzel über das Edelfrauengrab (Wasserfälle und Klamm) und den Alpinanstieg am Karlsruher Grat und/oder die Klosterruine und Wasserfälle Allerheiligen zum Westweg zurück zu steigen. Der wird am Schliffkopf wieder erreicht.

5.    Etappe: Alexanderschanze – Hark

Der Glaswaldsee ist eines der "blauen Augen" des Nordschwarzwaldes. Als typischer Karsee wurde sein Becken durch den Wolfachgletscher aus dem Buntsandstein herausgehobelt, wo er seitdem durch eine unterirdische Quelle gespeist wird. Steile Karwände verleihen dem See etwas Mystisches - kein Wunder also, dass hier Sagen von tanzenden Nonnen und rachsüchtigen Seemännlein entstanden.

Direkt am Parkplatz der Alexanderschanze verschwindet der Westweg auf einem schmalen Pfad im Dickicht. Nach einigen Kilometern auf bequemen Forstwegen erreichen wir den Bauernkopf. Dieser bietet einen besonders schönen Blick auf Bad Griesbach und die Schwarzwaldberge um den Mooskopf. Nach nur wenigen Schritten erreichen wir die Westwegkreuzung Graseck. Der Westweg bleibt auf der Kammhöhe und zieht an der Hildahütte vorbei auf einem schmalen Waldweg durch eine herrlich stille und ursprüngliche Landschaft zur Lettstädter Höhe. Ausgerechnet dieser schöne Wegabschnitt bietet auch eine Variante mit fast alpinem Charakter auf schmalem Felsensteig über die Teufelskanzel. Zwischen Lettstädter Höhe (966 m) und Seeblick (960 m) liegt der Glaswaldsee versteckt in seinem Kar. (Tipp: Trotz satter 200 m Höhenverlust sollte er einfach erwandert werden!).

Nachdem wir den tief eingeschnittenen Freiersbergsattel herabgestiegen sind und den Großen Hundskopf nördlich zur Littweger Höhe umgangen sind, wechselt der Westweg auf die Südseite des Kamms, um uns so mit kurzen Unterbrechungen durchweg auf bequemen Forstwegen zum Tagesetappen-Ziel Hark zu führen.

Abstecher:

Die nach dem Vortag fast gemütliche Etappe kann mit zwei Abstechern gewürzt werden. Ab dem Graseck lockt eine alpine Variante über die Teufelskanzel zur Lettstädter Höhe und beim Abstieg zum Freiersbergsattel ist der Abstecher zum kühnen Klagstein eigentlich Pflicht. In der Hochsaison empfiehlt sich am Vorabend eine Quartiersuche im Luftkurort Kniebis.

6.    Etappe: Hark – Hausach

Der 945 m hohe Brandenkopf ist in Baden-Württemberg, dank seines hohen Aussichtsturnes und der exponierten Gipfellage, einer der schönsten Aussichtswarten über dem Kinzigtal. Auf seinem Gipfel steht auch das bewirtschaftete Wanderheim des Schwarzwaldvereins Brandenkopf. Insofern lohnt sich der Schlenker des Westwegs zum höchsten Punkt allemal.

Vom Gasthaus Hark geht es wieder das kurze Stück bergauf zum Sattel und rechts haltend auf dem Westweg weiter in südlicher Richtung. Schon nach wenigen Metern taucht der Weg wieder in die tiefen Wälder ein und führt um den Regeleskopf herum zum Kreuzsattel. Wir umgehen den Reiherskopf nördlich und überqueren beim Parkplatz an der "Bettelfrau" die Brandenkopfstraße. Die rund 150 Höhenmeter auf den Brandenkopf sind nicht besonders steil und zudem lockt am Gipfel ja bald schon die Rast.

Der Abstieg vom Brandenkopf führt direkt zum Hirzwasen. Von nun an bleibt der Westweg dem Kammverlauf zwischen dem lieblichen Hintertal und dem Tal der Wolf treu. Der letzte hohe Berg des Kamms stößt wie ein Schiffsbug gegen das Kinzigtal und bietet schöne Aussichten nach Süden und Osten. Ein guter Platz für eine Rast, bevor ein längerer Abstieg zum Weißen Kreuz hinab führt. Noch einmal geht es auf einem schmalen Waldpfad bergauf zum Spitzfelsen, der für all die Mühe mit einem herrlichen Blick auf das nahe Hausach entlohnt.

Tipp:

Am Ende der Etappe führt der Westweg gute drei km im flachen Kinzigtal bis Hausach, was mit müden Beinen ziemlich an die Substanz geht. Wer das vermeiden will, zweigt am Osterbachsattel unter dem Hohenlochen mit dem Jakobsweg rechts ab und wandert auf breiten Forststraßen direkt nach Hausach, verpasst dann aber auch die Aussicht vom Spitzfelsen.

Quelle:

Schwarzwald Tourismus GmbH

Wir empfehlen Ihnen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Pforzheim. So können Sie nach Ihrer Ankunft in Hausach auch direkt wieder mit der Bahn abreisen. Wenn Sie mit dem PKW anreisen, können Sie diesen in Pforzheim abstellen. Von Hausach gelangen Sie mit dem Zug zurück nach Pforzheim. Je nach Verbindung dauert die Fahrt ca. 1,5 - 2 Stunden.
Parkplätze am Hotel oder am Bahnhof in Pforzheim

Kondition 

Technik 

Erlebnis 

Landschaft 

Schwierigkeit schwer
Länge 126,4 km
Aufstieg 3943 m
Abstieg 3959 m
Dauer 42,30 h
Niedrigster Punkt 234 m
Höchster Punkt 1162 m

Startpunkt der Tour:

Pforzheim

Zielpunkt der Tour:

Hausach

Eigenschaften:

  • Qualitätsweg Wanderbares Deutschland
  • Etappentour
  • aussichtsreich
  • geologische Highlights
  • kulturell / historisch
  • botanische Highlights

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Die Tour wird präsentiert von:

Original Landreisen AG